Alpaka Paradies

Kleine Fibel für Neueinsteiger

Sie möchten sich auch Alpakas anschaffen? Hier eine kleine Übersicht, was Sie beachten sollten:

  • Informieren Sie sich vorab ausreichend über Haltung und Pflege; am besten Sie besuchen einen Grundkurs (seriöse Züchter setzen ein fundiertes Maß an Grundkenntnissen beim Käufer voraus, bevor sie Tiere abgeben). Gern stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung.
  • Beachten Sie unbedingt, dass Alpakas Herdentiere sind. Besonders tiergerecht ist die Gruppenhaltung von mehr als 3 Tieren. Neue Tiere gewöhnen sich in der Regel schnell in eine bestehende Herde ein. Nicht selten werden bei Einzelhaltung Verhaltensstörungen beobachtet!
  • Die gemeinsame Haltung mit anderen Tierarten ist grundsätzlich möglich. Es müssen allerdings die Verträglichkeiten und Eigenarten – besonders bei männlichen Tieren – beachtet werden. Bedenken Sie, dass Tiere anderer Spezies jedoch kein Ersatz für Artgenossen sind.
  • Hengsthaltung: Junghengste bleiben nur bis zur Geschlechtsreife bei der Mutter in der Herde und müssen dann vom Halter aus der Herde entfernt werden. Hengste werden getrennt von den Stuten untergebracht und mit ihnen nur zur Deckung zusammengebracht. Daher sollte eine separate Stallung und Weidemöglichkeit vorhanden sein.
  • Genügend Weidefläche erfüllt zum einen eine Ernährungsfunktion und ermöglicht zum anderen genügend Bewegung. Alpakas sind wie andere Neuweltkameliden Distanztiere, die bestimmte Mindestabstände zu ihren Artgenossen einhalten. Soll der größte Teil der Nährstoffversorgung über die Weide erfolgen, so empfiehlt sich bei mittlerer Weidenqualität für 15 Alpakas mit Nachwuchs eine Fläche von mindestens 1 ha.
  • Alpakas gehören zu den Wiederkäuern. Eine zusätzliche Heufütterung ist notwendig. Daher sollte eine Lagermöglichkeit für ausreichend Heu vorhanden sein, dessen Beschaffung im Vorfeld eines Alpakakaufes
    geklärt sein muss.
  • Wichtig im Stall und auf der Weide: Alpakas benötigen sauberes Wasser und somit genügend Tränkeeinrichtungen, die regelmäßig zu reinigen sind. Beachten Sie bitte auch im Stall ausreichend Heuraufen einzurichten, damit alle Tiere versorgt sind und nicht nur die Rangstärksten.
  • Die Tiere sollten von einem Veterinärmediziner betreut werden, der sich mit ihrer Art vertraut gemacht hat.
    Eine Meldung beim Amtstierarzt nicht vergessen!
    Informieren Sie sich über notwendige Impfungen.